Fragen und Antworten

Wie ist die nachgehende Vorsorge organisiert?

Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung betreiben verschiedene Einrichtungen, um die arbeitsmedizinische Vorsorge von Versicherten nach der Exposition gegenüber krebserzeugenden Gefahrstoffen und Einwirkungen auch über das Beschäftigungsende hinaus sicherzustellen. Historisch bedingt, durch branchenspezifische Erfordernisse gewachsen oder weil sie sich auf unterschiedliche Rechtsgrundlagen beziehen, nehmen derzeit verschiedene Organisationsdienste die Aufgaben der nachgehende Vorsorge wahr:

Die Gesundheitsvorsorge - GVS - (ehem. ZAs - Zentrale Erfassungsstelle asbeststaubgefährdeter Arbeitnehmer) organisiert und dokumentiert die arbeitsmedizinische Vorsorge von Personen, die bei ihrer beruflichen Tätigkeit gegenüber asbesthaltigem oder künstlichem mineralischem Faserstaub exponiert waren sowie nach dem arbeitsmedizinischen Programm Wismut (früher Zentrale Betreuungsstelle Wismut -ZebWis). Die GVS ist derzeit auch Ansprechpartner für Fragen zur nachgehenden Vorsorge bei Exposition gegenüber silikogenem Staub.

Der Organisationsdienst für nachgehende Untersuchungen - ODIN - organisiert die nachgehende Vorsorge für Personen, die während ihrer beruflichen Tätigkeit gegenüber krebserzeugenden / keimzellmutagenen Stoffen und Gemischen exponiert waren oder bei denen eine berufliche Strahlenexposition (mit Ausnahme der Strahlenexponierten im Zuständigkeitsbereich der BG ETEM) bestand.

Das Fachgebiet Strahlenschutz der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse - BG ETEM - bietet den strahlenexponierten Versicherten im Zuständigkeitsbereich der BG ETEM nachgehende Vorsorge auf der Grundlage der Strahlenschutz- und Röntgenverordnung an.

Der Bergbauliche Organisationsdienst fibrogene Stäube - BONFIS - organisiert auf der Grundlage der Gesundheitsschutz-Bergverordnung (GesBergV) und mit den Mitgliedsunternehmen abgeschlossenen Vereinbarungen die nachgehenden Untersuchungen für Versicherte, die nach dem 31.12.1991 gegenüber fibrogenen Grubenstäuben exponiert waren und bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden sind.

Der Arbeitsmedizinisch-Sicherheitstechnische Dienst der BG der Bauwirtschaft - ASD der BG Bau - bietet den im Zuständigkeitsbereich der BG der Bauwirtschaft beschäftigten Personen eine Betreuung in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz an.